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Stadtgespräch

(12.12.2009)

Uni bringt Grund- und Hauptschüler zusammen
Tutoren-Projekt zum Thema elektrischer Strom
Welche Quellen elektrischer Energie gibt es und wie funktionieren sie? Unter dieser Fragestellung konnten in der letzten Woche die Schülerinnen und Schüler der beiden Klassen 3 der Grundschule am Hagenberg verschiedene kleine Experimente selbst durchführen. Hilfestellung bekamen sie dabei diesmal nicht von ihren Lehrerinnen, sondern von Jugendlichen aus der Hauptschule Bad Iburg. Insgesamt 16 Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a waren von Mitarbeitern des Fachbereichs Physik an der Universität Osnabrück auf diesen ungewähnlichen Einsatz vorbereitet worden, der ihnen offensichtlich Spaß machte. "Es war aber auch ganz schön anstrengend", stöhnte die 14-jährige Jenny anschließend. Tobias und Carsten sahen das etwas gelassener. "Ich wundere mich, wie viel die Kleinen schon über elektrische Energie wissen und verstehen", kommentierte Carsten.
Das Projekt wurde von der Arbeitsgruppe Didaktik der Physik an der Universität Osnabrück konzipiert und begleitet. Ein Motiv des Unternehmens ist es, die Freude am Lernen nicht nur bei den jüngeren, sondern gerade auch bei den älteren Schülern zu stärken. Doktorand Frank Rundsack und einige weitere Studierende von Prof. Dr. Roland Berger hatten die 14 und 15 Jahre alten Tutoren in zwei Treffen zunächst sachlich und auch ein wenig pädagogisch auf ihre ungewohnte Aufgabe vorbereitet. "Wir haben zum Beispiel gelernt, wie man auf eine Frage eingeht", berichtet Tobias. Während der Projektarbeit selbst betreute jeweils ein Hauptschüler drei Grundschüler, führte mit ihnen Experimente durch und half beim Ausfüllen eines Arbeitsblatts. Physiklehrer Mark Kohring hielt sich ebenso zurück wie seine Grundschulkollegin Beate Lucas-Nülle. Man ließ den jungen Tutoren bei der Vermittlung von grundlegenden Kenntnissen über Elektrizität völlig freie Hand. "Wenn ich diesen Kurbeldynamo drehe, leuchtet die Lampe", erklärt Louis aus der 3a. Finja, Lea und Lilian haben herausgefunden, dass auch durch Reibung und Wärme elektrische Energie erzeugt werden kann. "Ein Satellit bekommt Energie von Solarzellen", weiß Lucas. Der etwas andere Unterricht macht den großen wie den kleinen Schülern richtig Spaß und führt offensichtlich zu guten Lernergebnissen.

Louis, Tim, Tutor Tobias und Lucas (von links) sind ein gutes Team. Schnell lernen die Jungen, unter welchen Bedingungen elektrischer Strom fließt, wie zum Beispiel hier am Kurbeldynamo. Der etwas andere Unterricht an der Grundschule war Teil eines Projekts der Universität Osnabrück. PeP

 

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