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Stadtgespräch

(15.05.2008)

Vorlesewettbewerb an der Grundschule am Hagenberg
Von "Eidechsen", "Thymian", "Jalousien" und anderen schwierigen Wörtern

Den Vorlesetext aus Marliese Arolds Kinderbuch "Die Delphine von Atlantis" kannten die sechs Mädchen aus den beiden dritten Klassen nicht. Dennoch legte eine nach der anderen munter los, bewältigte so schwierige Wörter wie "Eidechse" oder "Thymian" und gab selbst bei den "Jalousien" nicht auf. Schließlich galt es, den Schul-Wanderpokal für die beste Vorleserin bzw. den besten Vorleser des Jahrgangs zu gewinnen. Und dafür hatten die Mädchen, wie ihre Mitstreiter aus den anderen Jahrgängen, zuvor auch schon einen eigenen vorbereiteten Text vorgelesen. "Es war ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen", erklärte bei der anschließenden Siegerehrung Daniela ter Veen, die mit Claudia Wehebrink und Martina Rogner das Ehrenamt der Jurorinnen übernommen hatte. Für die drei Mütter, die sich eigens für diesen Tag Urlaub genommen hatten, war das Herausfinden der Besten ebenfalls ein schönes Stück Arbeit: Hat die Kandidatin oder der Kandidat die Wörter richtig gelesen und die Sätze sinngemäß betont? Waren die Pausen an den richtigen Stellen? Wie war das Lesetempo und die Lautstärke? Nach diesen Kriterien bewertete die Jury am 24. April die Lesekünste der jeweils sechs Wettbewerbsteilnehmer jedes Jahrgangs. Die Klassen 1 bis 3 der zweizügigen Grundschule am Hagenberg hatte je drei gute Leser ins alljährliche Rennen geschickt, für die Klassen vier war der Vorentscheid schon ein paar Tage eher gefallen, denn die Siegerin durfte bereits am 11. April im Gymnasium Bad Iburg an einem Vorlesewettbewerb für alle Südkreis-Grundschulen teilnehmen. Jana Fries aus der 4b der Hagenbergschule gelang dies bestens, sie sicherte sich unter zehn Konkurrenten aus anderen Schulen den zweiten Platz. Bescheiden meint die Hagenberg-Vorjahressiegerin des damals 3. Jahrgangs: "Ich hatte allerdings auch ein bisschen Glück - der unbekannte Text war aus Harry Potter, und das kenne ich fast auswendig."
An der Grundschule am Hagenberg wurden Sophia Dorenkamp aus der Klasse 3a, Svenja Freier aus der Klasse 2b und Mario Tubbesing aus der Klasse 1a als die Jahrgangsbesten ermittelt. Sie konnten neben einer Urkunde auch den begehrten Wanderpokal entgegennehmen, den sie zunächst ein paar Wochen stolz zu Hause präsentieren dürfen, bevor er wieder mit dem Foto des bzw. der Jahrgangsbesten in die Schulbücherei kommt. Angesprochen auf Leseempfehlungen, rieten die Jury-Mütter neben dem Stübern in der schuleigenen Bücherei auch zu zwei Buchreihen für Leseanfänger, die den Einstieg in diese so schöne und wichtige Kulturtechnik erleichtern: "Viele Jungen und auch Mädchen finden die ,Lesedetektive' aus dem Duden-Verlag spannend" hieß es da. Sehr schön, um gemeinsames Lesen zu üben, sei auch eine Reihe unter dem Titel "Erst ich ein Stück, dann du", bei der Eltern oder größere Geschwister kleingedruckte Passagen und Leseanfänger kürzere Abschnitte in Großdruck abwechselnd lesen und so schneller den Fluss der Geschichte voranbringen. PeP


Svenja Freier (2b), Mario Tubbesing (m), Sophia Dorenkamp (3a) und Jana Fries (4b) heißen die jahrgangsbesten Vorleser der Grundschule am Hagenberg. Die Jury (hinten, von links) Martina Rogner, Claudia Wehebrink und Daniela ter Veen sprach von einem "harten Kopf-an-Kopf-Rennen " unter den Teilnehmern.


Einem Hexenkessel glich die Eingangshalle der Grundschule am Hagenberg bei der öffentlichen Siegerehrung im Vorlesewettbewerb. Begeisterter Beifall für die Siegerinnen und ein lautstarkes Dankeschön an die Jury: "Ha, ho, he, am Hagenberg ist's ok."

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