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Spaß mit RosaLotta-Einzelteilen

(19.10.2016)



Besuch in der Kostümwerkstatt in Hagen a. T.W.

Henneke (9 Jahre alt), Sarah (9), Melena (10), Elina(9), Jonas (9) und Kaspar (9) staunen: So viele Schritte und so viele Schnittmuster sind erforderlich, um eine RosaLotta, das Maskottchen der Landesgartenschau, zu bauen? So ein großer Kopf? Wie lange dauert das, bis ein Maskottchen fertig ist? Viele Fragen.
Die sechs Mädchen und Jungen stammen aus den Klassen 4a und 4b der Grundschule am Hagenberg. Sie hatten an der Aktion der Schülervertretung mitgewirkt, bei der unter dem Motto „Landesgartenschau für Kinder" Ideen zu kindgerechten LaGa-Veranstaltungen, zum grünen Klassenzimmer und auch Vorschläge zu Maskottchen erarbeitet wurden.
Eine Delegation dieser Schülervertretung (SV) besuchte gestern Vormittag, begleitet von ihren Beraterinnen und Lehrerinnen Beate Lucas-Nülle und Sabine Baltz, die Kostümwerkstatt von Stefanie Ludwig im nahe gelegenen Hagen a.T.W.. Dort entsteht derzeit das Landesgartenschau-Maskottchen nach einem prämierten Entwurf des Iburgers Thomas Oberhoff. „Je nachdem wie ich das Netz in den Mund einsetze, durch den der Maskott­chenträger ja hindurchschauen muss, verändert sich sein Gesicht", erklärt Stefanie Ludwig. „Das muss alles ganz genau ausgetüftelt werden, denn letztlich hängt unter Umständen das gesamte Aussehen, gar der gesamte Charakter des Maskottchens daran!"
Insgesamt arbeiten zumeist zwischen sieben und acht Leute in der Werkstatt, davon drei Auszubildende - nicht alle nähen, stellt Elina staunend fest: „Ich hätte nie gedacht, dass so vieles geklebt wird bei einem Maskottchen, ich dachte, es wird mehr genäht!", sagt sie. Doch Nähmaschinen stehen natürlich auch in der Werkstatt, neben den Zuschneidetischen. In großen Plastikkisten liegen fertige Einzelteile der unterschiedlichen Maskottchen, die gerade in Arbeit sind. Blaue Stiefel und pinkfarbene Handschuhe von RosaLotta warten bereits im Regal. Natürlich möchten sie für das Foto schon mal ein Teil von RosaLottas „Outfit" anprobieren - die Kinder nicken eifrig und haben Spaß, Stiefel, Handschuhe und Haare auszuprobieren.
Wie lange dauert es eigentlich, ein Maskottchen zu produzieren? „Ganz genau kann man das nie sagen", meint Stefanie Ludwig - sie würde eigentlich immer antworten „14 Tage Arbeit und 23 Jahre Erfahrung". Das sagt sie und lacht dabei.
Üblicherweise brauche die Produktion eines solch aufwändigen Maskottchens etwa „acht bis zwölf Wochen". Die Werkstatt fertige meistens ja auch mehrere parallel. Und noch eine Zahl: Die Kinder hatten natürlich gemerkt, dass sie als Maskottchenträger (noch) nicht geeignet sind, weil sie noch zu klein sind. Wie groß muss denn ein Maskottchenträger oder eine -trägerin sein? 1,75 Meter sollte das Maß sein, das wäre ideal, und im Falle von RosaLotta wäre es wahrscheinlich auch klug „wegen der typischen Bewegungen", wenn Mädchen die Aufgabe der RosaLotta-Trägerin übernehmen, empfahl Ludwig.
Am Ende des Werkstattbesuchs konnten die Kinder sich noch ein kleines Armband basteln - stolz hielten sie es in die Kamera. Und auch die beiden Lehrerinnen waren zufrieden: „Toll, so ein Blick hinter die Kulissen!", freut sich Beate Lucas-Nülle und Sabine Baltz fand gut, dass Kinder sehen können, dass nicht alles „einfach irgendwie da ist", sondern dass Arbeit dahinter steckt.

Text und Fotos: Imma Schmidt, Pressesprecherin der Landesgartenschau Bad Iburg

Schullogo

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