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Neue Osnabrücker Zeitung

(17.10.2007)

Wenn Kinder die Stadt präsentieren
Grundschüler vom Hagenberg in Bad Iburg als Buchautoren


Jubel, Trubel, Heiterkeit: Als Bad Iburgs Bürgermeister Drago Jurak (hinten in der Menge) die druckfrischen Stadtführer verteilt, kennt der Jubel bei den kleinen Autoren keine Grenzen.
Foto: Gert Westdörp

al Bad Iburg.
Warum ist Fußball nur halb so spannend wie ein Krimi? Weil man gleich weiß, wer geschossen hat. Oder: Steht ein Schwein vor der Steckdose und sagt: "Na Kumpel? Haben sie dich eingemauert?" Der Humor kommt im neuen Stadtführer für Bad Iburg nicht zu kurz. Eine Broschüre, die es so im Landkreis Osnabrück noch nicht gegeben hat - von Kindern für Kinder.

Der Einfallsreichtum der Mädchen und Jungen der Grundschule am Hagenberg ließ Bürgermeister Drago Jurak sofort handeln: "Denn das, was die Schüler im Unterricht zum Thema Bad Iburg erarbeitet hatten, durfte nicht einfach nur als Kopie vervielfältigt werden." Der Verwaltungschef besorgte mit der Teutoburger Energie Netzwerk eG einen Sponsor und ließ eine farbenfrohe Broschüre produzieren, "textlich haben wir aber alles so gelassen, wie es die Schüler geschrieben haben".
Und so überreichte der Bürgermeister gestern - natürlich unter großem Jubel - die ersten druckfrischen Exemplare an die kleinen Autoren, Schulleiterin Steffi Baalmann und an die Lehrerinnen Beate Lucas-Nülle und Sabine Baltz.
Schauen wir uns den pfiffig gemachten Kinderstadtführer etwas genauer an. Da finden wir zum Beispiel einen Stadtplan, der die Eisdielen und Spielplätze besonders kennzeichnet. Ein Interview mit Bürgermeister Drago Jurak fehlt ebenso wenig wie ein ausführliches Porträt der Jugendherberge und des Uhrenmuseums sowie ein zeitlicher Streifzug durch die Stadtgeschichte. Neben den erwähnten Witzen sorgen ein Gitterrätsel und ein Ausmalbild für weitere Unterhaltung.
"Das Beste an der Stadt ist das Schloss", stellen die Schüler im übrigen unmissverständlich fest. In der Rubrik "Das musst du gesehen haben" steht das Schloss allerdings nicht allein. Auf den weiteren Plätzen folgen der Charlottensee, die Kirchen, die Bischof-Benno-Statue, das Uhrenmuseum, die Jugendherberge, der Zeppelinstein, der Freeden und die Wassertretstellen. Fazit: Zur Nachahmung in anderen Gemeinden empfohlen.


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