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Neue Osnabrücker Zeitung

(23.09.2004)

GROSSE HILFE AUS BAD IBURG: Die Schüler aller Schulen haben gesammelt und übergaben an Unicef rund 2500 Euro für die Opfer von Beslan.
Foto: Hermann Pentermann

Spontane Hilfe für Opfer von Beslan
Iburger Schüler verzichteten auf Taschengeld und sammelten fast 2500 Euro

Bad Iburg (sp)
Die Bilder des Terrors gegen Kinder in Beslan hat auch die Iburger Schüler zutiefst betroffen gemacht. In allen Iburger Schulen waren die Ereignisse von Beslan Thema im Unterricht. Und alle wollten irgendwie helfen. Auf diese Weise enstand die Aktion "Ein Euro für Beslan", und zusammen kamen fast 2500 Euro - abgezwackt vom eigenen Taschengeld. Oberstudienrat Wolfgang Tippel vom Gymnasium war Mitinitiator der Aktion. Doch nicht nur am Iburger Gymnasium wollte man helfen. Schnell schlossen sich alle anderen Iburger Schulen an. "Die Bilder aus Südrussland haben den Schülern aber auch gezeigt, wie gut es ihnen hier geht, und wichtig es ist, mal über den Tellerand hinweg zu schauen", berichtet Realschulleiter Volker Wallrabenstein. Auch die Grundschüler machten bei der Spendenaktion eifrig mit. Cornelia Tippel, Leiterin der Grundschule Ostenfelde: "Selbst die jungen Schüler waren unheimlich aufgewählt, und für sie war es ganz wichtig, dass sie mit ihrem Taschengeld den Kindern in Beslan direkt helfen können."
Die Spende wurde jetzt an die Vertreterinnen des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen, Unicef, übergeben. Dr. Regine Boecker-Randebrock erklärte denn auch gleich, wohin das Geld der Iburger Schüler geht: "Neben medizinischer Soforthilfe braucht man in Beslan vor allem psychologische Hilfe, denn die überlebenden sind stark traumatisiert." Vor Ort kümmert sich eine kaukasische Psychologen-Gruppe im Auftrag von Unicef um die Kinder, die in Krankenhäusern und Sanatorien untergebracht sind.

Schullogo

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