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Neue Osnabrücker Zeitung

(10.10.2003)

Vulkanausbruch im Klassenzimmer
Spannende Projekttage mit Flusskrebsen und Planeten in der Grundschule

Bad Iburg (rap) Außerirdische verstecken sich in den Klassenzimmern, es riecht nach Kartoffeln und Vulkanausbruch, Bilder von Planeten bestimmen das Bild und ein Flusskrebs schnappt gefährlich nach den Fingern eines Zweitklässlers.

Die 204 Kinder der Bad Iburger Grundschule am Hagenberg erforschten an drei Projekttagen Themen zu Natur, Welt und Vulkanen. In zwölf Projektgruppen erarbeiteten die Kinder jahrgangsüber- greifend die Themen, die sie sich ausgesucht hatten. Die ersten Klassen arbeiteten im Klassenverband, um die neue, erst einige Wochen alte Gemeinschaft zu festigen.
In den Gruppen zum Thema Weltraum konnten entweder wilde Alien-Verkleidungen gebastelt und in den dazu passenden Weltraumkulissen präsentiert werden. Oder die Kinder näherten sich auf musikalische Weise dem Thema Weltraum. Dabei sangen sie Sternenlieder und tanzten den Sternentanz und lernten mit dem Zyklus "The Planets" von Gustav Holst auch klassische Musik zum Thema kennen.
"Wunder der Natur" nannte sich die Arbeitsgemeinschaft, die zusammen mit Eltern nach Minden fuhr um dort den Lebensraum der Flusskrebse zu erforschen. Dabei wurden auch einige Krebse aus dem Wasser gefischt und in einem Aquarium in der Schule angesiedelt. Dort werden sie voraussichtlich bis Weihnach- ten für alle Kinder zu sehen sein und sicherlich nach dem einen oder anderem Finger schnappen, der sich ihnen nähert.
Besonders beliebt bei den Kindern waren die Arbeitsgrup- pen zum Thema Vulkane. Dort wurden Vulkane gebastelt und gemalt und sogar einer durch Essig, Natron und Lebens- mittelfarbe zum Ausbruch gebracht. Dias von Island, der Vulkaninsel schlechthin, zeigten auch, wie Vulkane das Bild der Erde bestimmen und verändern können.
Allen Themenbereichen war gemein, dass sie eher für höhere Klassen ausgelegt sind. Da man aber den Wunsch der Kindern nicht unberücksichtigt lassen wollte, mussten einige Bereiche von den Lehrern sachlich abstrahiert werden - "fast wie bei Peter Lustig", wie Schulleiterin Stephanie Baalmann es ausdrückt.

MINI-VULKANAUSBRUCH:
Mit Natron, Essig und Lebensmittelfarbe ergießt sich die Lava im Klassenzimmer.
Foto: Jörn Martens

Schullogo

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