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(November 2009)

Das letzte Kindergartenjahr als Brückenjahr zur Grundschule

Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule war schon immer eine besondere Herausforderung für alle - Kinder, Eltern, Erzieher und Lehrer. Setzt man sich mit der Frage auseinander, wie diese Phase für die Kinder im Vorschulalter besonders gut gestaltet werden kann, wird schnell deutlich, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen müssen. Dies bedeutet auf der einen Seite angefangene Bildungsprozesse weiterzuführen und an Bekanntem anzuknüpfen, aber auf der anderen Seite auch neue Impulse zu setzen und neue Bildungsprozesse anzuregen. Das Brückenjahr unterstützt die intensive Zusammenarbeit der Kindergärten und Grundschulen.
Zunächst war es als Modellprojekt für zwei Jahre angelegt. Die Grundschule am Hagenberg sowie der Nikolaus-Kindergarten und der DRK-Kindergarten „Kneippzwerge" begannen nach der Genehmigung des Brückenjahrs die gemeinsame Arbeit. Seit dieser Zeit geht wöchentlich eine Lehrkraft mit je einer Unterrichtsstunde in die Kindergärten, um dort gemeinsam mit einer Erzieherin mit den Vorschulkindern zu arbeiten. Ein zentrales Ziel dieser Arbeit ist natürlich, den Kindern den Übergang zur Schule zu erleichtern. Durch das frühzeitige Kennenlernen einer Lehrerin und zahlreichen Besuchen in der Schule gelingt dies sehr leicht.
In der Schule können die Kinder im Laufe des letzten Kindergartenjahres schon viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Hier wird nicht nur der Unterricht besucht. Vielmehr wird im Werkraum experimentiert, in der Turnhalle gespielt, ein Film im Videoraum geschaut und in der Küche gekocht.
Auf diesem Weg ist die Schule für die Kinder bei der Einschulung schon ein bekannter und vertrauter Raum. Aber auch im Kindergarten werden viele interessante Themen, die zum Teil von den Kindern ausgewählt werden, verfolgt. Versuche, kreative Basteleien, Ausflüge, all dies sind Aspekte des Brückenjahres. Schon zu Beginn des Brückenjahres wurde allen Beteiligten schnell klar, welche Bedeutung dies Projekt hat. Die Einrichtungen rücken enger zusammen, Abläufe und Bildungsziele werden besser aufeinander abgestimmt.
Nach den Einschulungsfeiern der letzten zwei Jahre sprachen uns immer wieder Eltern an, die das Brückenjahr als eine große Bereicherung erlebten. Herr Meißner, Schulelternratsvorsitzender der Grundschule am Hagenberg äußerte in Bezug auf sein Kind folgendes: „Das Brückenjahr bot in zweierlei Hinsicht Sicherheit: Die Schule erschien meiner Tochter nicht als vollkommen andere Welt, die kommende Schulzeit nicht als schwarzes Loch. Die Angst vor Unbekanntem reduzierte sich deutlich. [...] Es gab keinen plötzlichen Bruch von einer Kultur zur anderen, sondern einen geschmeidigen Wechsel. [...] Für mich als Elternteil hat das Brückenjahr u.a. noch den Vorzug gebracht, dass durch den Blick der begleitenden Lehrerin eine zusätzliche qualifizierte Einschätzung, diesmal aus Schulblickwinkel, der Schulfähigkeit meiner Tochter ermöglicht wurde." Nach dem Ablauf der zwei Jahre und der damit verbundenen positiven Erfahrungen beantragten alle drei Grundschulen sowie die Kindergärten in Bad Iburg die Durchführung des Brückenjahrs für weitere zwei Jahre.
Leider wurde eine Weiterführung mit Unterstützung des Landes Niedersachsens nicht ermöglicht.
Nur mit Hilfe finanzieller Mittel von Seiten der Stadt Bad Iburg und dem persönlichen Einsatz der involvierten Institutionen kann nun auch in diesem Schuljahr das Brückenjahr weitergeführt werden. Und wir hoffen sehr, dass dies auch in Zukunft möglich sein wird, denn wir möchten das Brückenjahr nicht mehr missen!

 

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